In meiner Privatpraxis steht Ihre individuelle Behandlung im Mittelpunkt. Ich nehme mir die Zeit für eine sorgfältige Diagnostik und eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung. Gemeinsam entwickeln wir einen Behandlungsplan, der zu Ihnen und Ihrem Alltag passt – transparent, verständlich und auf Augenhöhe. Mein Ziel: Sie mit fachlicher Expertise und persönlicher Zuwendung auf Ihrem Weg zu mehr Lebensqualität zu begleiten.
Schwerpunkt: AD(H)S-Diagnostik und -Therapie bei Erwachsenen
Psychische Gesundheit beginnt für mich damit, den Menschen in seiner Ganzheit wahrzunehmen – nicht nur das Symptom, sondern die Person, ihre Geschichte und ihre Lebenswirklichkeit. Dieser Grundsatz leitet meine tägliche Arbeit als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.
Mein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Diagnostik und Behandlung von AD(H)S im Erwachsenenalter – einem Störungsbild, das nach wie vor häufig übersehen oder fehldiagnostiziert wird. Viele meiner Patientinnen und Patienten haben einen langen Weg hinter sich, bevor sie eine zutreffende Diagnose erhalten. Gerade deshalb ist mir eine sorgfältige, umfassende Diagnostik wichtig, die sowohl das klinische Bild als auch die individuelle Lebensgeschichte einbezieht.
In der therapeutischen Arbeit verbinde ich psychiatrische Expertise mit psychotherapeutischer Tiefe. Mein Anspruch ist, dass Sie sich in der Begegnung als ganzer Mensch wahrgenommen fühlen. Gemeinsam erarbeiten wir ein Verständnis Ihrer Situation und entwickeln einen Behandlungsweg, der zu Ihnen und Ihrem Leben passt. Dabei verstehe ich Therapie als einen gemeinsamen Prozess auf Augenhöhe: Sie bringen Ihre persönliche Erfahrung mit sich selbst, Ihrer Geschichte und Ihrem Leben ein; ich ergänze diese Perspektive durch meine fachliche Erfahrung und therapeutische Kompetenz.
Neben meiner Tätigkeit in der Privatpraxis bin ich aktuell auch an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Gießen tätig. Diese Verbindung von klinischer Praxis und universitärer Medizin erlaubt es mir, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die Behandlung meiner Patientinnen und Patienten einfließen zu lassen.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme. Ein erstes Gespräch gibt uns beiden die Möglichkeit, einander kennenzulernen – und Ihnen die Gelegenheit zu entscheiden, ob meine Praxis der richtige Ort für Ihr Anliegen ist.
Willkommen in meinen Praxisräumen. Eine angenehme Atmosphäre ist mir wichtig, damit Sie sich von Anfang an wohl und gut aufgehoben fühlen.
In meiner Praxis behandle ich das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen. Hier finden Sie einen Überblick über häufige Krankheitsbilder, ihre Ursachen und Symptome.
Anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Interessenverlust, die das tägliche Leben stark beeinträchtigen.
Mögliche Ursachen:Wechsel zwischen depressiven Phasen und Phasen gehobener Stimmung (Manie/Hypomanie).
Mögliche Ursachen:Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung durch chronische Überlastung.
Mögliche Ursachen:Übermäßige Ängste und Sorgen, Panikattacken, Phobien oder generalisierte Angst, die den Alltag einschränken.
Mögliche Ursachen:Wiederkehrende, aufdringliche Gedanken (Obsessionen) und/oder zwanghafte Handlungen (Kompulsionen).
Mögliche Ursachen:Körperliche Beschwerden ohne ausreichende organische Ursache, die zu erheblichem Leidensdruck führen.
Mögliche Ursachen:Emotionale oder Verhaltenssymptome als Reaktion auf identifizierbare Belastungsfaktoren im Alltag oder Beruf.
Mögliche Ursachen:Anhaltende psychische Reaktionen nach extrem belastenden Ereignissen, mit Intrusionen, Vermeidung und Übererregung.
Mögliche Ursachen:Tief verwurzelte, unflexible Verhaltensmuster, die zu anhaltendem Leidensdruck und Beeinträchtigungen führen.
Mögliche Ursachen:Die moderne Psychiatrie und Psychotherapie bietet vielfältige Behandlungsmöglichkeiten. Ich erstelle für Sie einen individuellen Therapieplan, der verschiedene Ansätze kombinieren kann.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie richtet ihren Fokus auf unbewusste seelische Konflikte, frühe Beziehungserfahrungen und wiederkehrende Beziehungsmuster, die psychische Beschwerden im Hier und Jetzt aufrechterhalten. Im geschützten Rahmen der therapeutischen Beziehung werden diese Zusammenhänge schrittweise bewusst gemacht und bearbeitet.
Die kognitive Verhaltenstherapie setzt an belastenden Denk- und Verhaltensmustern an, die psychische Störungen aufrechterhalten oder verstärken. Durch strukturierte Gespräche, gezielte Übungen und verhaltenstherapeutische Techniken lernen Patientinnen und Patienten, dysfunktionale Überzeugungen zu erkennen, zu hinterfragen und durch hilfreiche Alternativen zu ersetzen.
Die supportive Therapie zielt darauf ab, die vorhandenen seelischen Ressourcen und Bewältigungsstrategien zu stärken, anstatt tiefgreifende Konflikte zu bearbeiten. Im Vordergrund stehen emotionale Entlastung, Stabilisierung in Krisen, die Förderung des Selbstwertgefühls sowie die praktische Unterstützung bei der Alltagsbewältigung. Sie eignet sich besonders als begleitende Maßnahme bei schweren Erkrankungen oder in akuten Belastungssituationen.
Antidepressiva beeinflussen den Stoffwechsel von Neurotransmittern wie Serotonin und Noradrenalin und wirken so stimmungsaufhellend, antriebssteigernd und angstlösend. Sie kommen vor allem bei Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie chronischen Schmerzsyndromen zum Einsatz. Die Wirkung tritt in der Regel nach zwei bis vier Wochen ein; die Behandlung erfolgt über mehrere Monate.
Stimmungsstabilisatoren dämpfen extreme Stimmungsschwankungen und verringern die Häufigkeit und Intensität manischer wie depressiver Episoden bei der bipolaren Störung. Eingesetzt werden u. a. Lithium sowie bestimmte Antikonvulsiva. Sie erfordern regelmäßige Blutspiegelkontrollen und eine sorgfältige Dosisanpassung, bieten bei guter Verträglichkeit jedoch eine stabile Langzeitwirkung.
Neuroleptika (Antipsychotika) wirken vorwiegend über eine Blockade von Dopaminrezeptoren und reduzieren psychotische Symptome wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Denkstörungen. Moderne atypische Neuroleptika werden auch ergänzend bei schweren Depressionen, bipolaren Störungen und Angsterkrankungen eingesetzt. Die Auswahl des Präparats erfolgt individuell unter Abwägung von Wirksamkeit und Verträglichkeit.
Zur medikamentösen Behandlung von AD(H)S stehen Stimulanzien (Methylphenidat, Lisdexamfetamin) sowie nicht-stimulierende Präparate (Atomoxetin, Guanfacin) zur Verfügung. Sie verbessern Konzentration, Impulskontrolle und Arbeitsgedächtnis und entfalten ihre Wirkung oft bereits kurz nach der ersten Einnahme. Die Dosierung wird schrittweise titriert und regelmäßig überprüft.
Psychoedukation vermittelt verständliches, wissenschaftlich fundiertes Wissen über die eigene Erkrankung – ihre Ursachen, Verläufe und Behandlungsmöglichkeiten. Wer die eigene Erkrankung besser versteht, kann aktiver zur Genesung beitragen, Rückfällen vorbeugen und informierte Entscheidungen über die Behandlung treffen.
Achtsamkeitsbasierte Verfahren schulen die bewusste, nicht-wertende Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments. Durch regelmäßige Übungen wird die Fähigkeit gestärkt, automatische Reaktionsmuster zu unterbrechen und gelassener mit Stress, Angst und depressiven Stimmungen umzugehen. Die Wirksamkeit ist durch zahlreiche Studien belegt.
Zu den etablierten Entspannungsverfahren zählen die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, das Autogene Training sowie atembasierte Techniken. Sie senken die körperliche Anspannung, regulieren das vegetative Nervensystem und helfen, chronischen Stress abzubauen. Als gut erlernbare Selbsthilfestrategien können sie jederzeit eigenständig angewendet werden.
AD(H)S im Erwachsenenalter wird häufig übersehen oder falsch diagnostiziert. Als Schwerpunktpraxis biete ich Ihnen eine fundierte Diagnostik und spezialisierte Behandlung.
Ein besonders wichtiger Aspekt ist dabei die Unterscheidung zwischen AD(H)S – mit ausgeprägter Hyperaktivität und Impulsivität – und ADS, dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ohne Hyperaktivität. Während Menschen mit AD(H)S durch auffälliges Verhalten, Ruhelosigkeit und Impulshandlungen oft früh ins Blickfeld geraten, leiden ADS-Betroffene häufig im Stillen: Sie wirken nach außen ruhig, bisweilen träumerisch oder introvertiert, kämpfen innerlich jedoch mit erheblichen Konzentrationsschwierigkeiten, chronischer Gedankenüberlastung, rascher Erschöpfung und einem tief verwurzelten Gefühl, den eigenen Möglichkeiten nie ganz gerecht zu werden. Gerade bei Frauen wird ADS deshalb häufig erst spät – oder gar nicht – erkannt und bleibt jahrelang unbehandelt. Da die eigentliche Ursache verborgen bleibt, stellen sich Betroffene nicht selten mit anderen psychischen Beschwerden vor: anhaltende Erschöpfung und Burnout-ähnliche Zustände, depressive Verstimmungen oder ausgeprägte Angststörungen stehen dann im Vordergrund und werden behandelt, ohne dass das zugrundeliegende ADS erkannt wird. Erst eine gezielte diagnostische Abklärung, die auch diese Zusammenhänge in den Blick nimmt, ermöglicht eine wirksame und nachhaltige Therapie. Eine solche differenzierte Diagnostik, die beide Ausprägungen gleichermaßen berücksichtigt, ist daher ein zentrales Anliegen meiner Praxis.
Ausführliche Anamnese, standardisierte Testverfahren, Fremdanamnese und sorgfältige Differentialdiagnostik für eine sichere Diagnosestellung.
Kombination aus Psychotherapie, AD(H)S-Coaching, Psychoedukation und bei Bedarf medikamentöser Therapie.
Kontinuierliche Betreuung und Anpassung der Therapie für nachhaltige Verbesserung Ihrer Lebensqualität.
Die AD(H)S-Diagnostik bei Erwachsenen umfasst in meiner Praxis drei aufeinander aufbauende Termine. Jeder Schritt dient dazu, ein möglichst vollständiges und differenziertes Bild Ihrer Symptomatik zu gewinnen – Grundlage für eine sichere Diagnose und eine individuell abgestimmte Therapieplanung.
120–180 Minuten
Im ersten Termin steht das ausführliche Kennenlernen im Mittelpunkt. Ich erhebe eine umfassende biografische und psychiatrische Anamnese, erfrage aktuelle Beschwerden sowie schulische und berufliche Entwicklung. Soweit möglich, beziehe ich auch eine Fremdanamnese durch nahestehende Personen ein. Ergänzend erhalten Sie standardisierte Selbstbeurteilungsfragebögen zur Vorbereitung des zweiten Termins.
60–90 Minuten
Im zweiten Termin werden standardisierte neuropsychologische Testverfahren durchgeführt – darunter Aufmerksamkeits- und Konzentrationstests sowie validierte AD(H)S-spezifische Skalen (z. B. CAARS, WURS-k, d2-R). Die Testergebnisse liefern objektive Befunde zur Aufmerksamkeitsregulation, Impulsivität und Arbeitsgedächtnisleistung und ergänzen den klinischen Gesamteindruck um eine messbare Grundlage.
50–60 Minuten
Im abschließenden Termin werden alle Befunde zusammengeführt und mit Ihnen besprochen. Sie erhalten einen schriftlichen Befundbericht sowie eine klare Rückmeldung zur Diagnose. Gemeinsam entwickeln wir auf dieser Grundlage einen individuellen Therapieplan – mit konkreten Empfehlungen zu psychotherapeutischen, medikamentösen und weiteren Behandlungsmaßnahmen.
Als Privatpraxis rechne ich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu den Abrechnungsmodalitäten.
Die folgende Aufstellung gibt Ihnen einen Überblick über die typischen Kosten einer umfassenden AD(H)S-Diagnostik. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Private Krankenversicherungen und Beihilfe erstatten die Kosten in der Regel vollständig. Bitte prüfen Sie vorab Ihren Tarif.
Für Selbstzahler ist nach Absprache eine Ratenzahlung möglich. Sprechen Sie mich gerne an.
Gerne informiere ich Sie im Vorfeld über die zu erwartenden Kosten. Im Erstgespräch besprechen wir die voraussichtliche Behandlungsdauer und die damit verbundenen Kosten. Bei Fragen zur Kostenübernahme durch Ihre Versicherung unterstütze ich Sie gerne.
Als erfahrener Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie erstelle ich fundierte Gutachten im psychiatrischen und psychosomatischen Bereich für verschiedene Auftraggeber.
Hinweis für Privatpersonen: In aller Regel ist es nicht sinnvoll, als Privatperson ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben. Ein Gutachten entfaltet seine rechtliche und medizinische Wirkung grundsätzlich nur dann, wenn es von einer legitimierten Stelle – etwa einem Gericht, einer Versicherung, einem Rententräger oder einer Behörde – beauftragt wird. Ein auf eigene Initiative erstelltes Privatgutachten wird von Gerichten und Behörden häufig nicht als unabhängiges Beweismittel anerkannt, da die Neutralität des Gutachters in diesen Fällen angezweifelt werden kann. Wenn Sie sich in einem laufenden Verfahren befinden oder eine gutachterliche Stellungnahme benötigen, empfehle ich Ihnen, zunächst rechtlichen Rat einzuholen und den zuständigen Auftraggeber – etwa das zuständige Gericht oder Ihre Versicherung – direkt anzusprechen.
Gutachten für Zivil-, Straf- und Sozialgerichte zu Fragen der Schuldfähigkeit, Betreuung oder Geschäftsfähigkeit.
Begutachtung für private Versicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und Unfallversicherungen.
Gutachten zur Beurteilung der Erwerbsminderung und Leistungsfähigkeit.
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und Wiedereingliederungsmöglichkeiten.
Depression, Angststörungen, Psychosen, AD(H)S, Persönlichkeitsstörungen
Somatoforme Störungen, chronische Schmerzsyndrome, Burnout
PTBS, Anpassungsstörungen nach belastenden Ereignissen
Neuen Bäue 22
35390 Gießen
Termine nach Vereinbarung